Im laufenden Jahr haben die gemeldeten Übergriffe in der Bundeswehr deutlich zugenommen.

Wie die Zeitung „Bild am Sonntag“ unter Berufung auf Zahlen des Bundesverteidigungsministeriums berichtet, sind die in der Bundeswehr gemeldeten Fälle von sexuellen Übergriffen und sexualisierter Gewalt deutlich angestiegen.

Dem Zeitungsbericht zufolge wurden allein bis zum 14. November diesen Jahres 11 Vergewaltigungen bzw. versuchte Vergewaltigungen gemeldet. Hinzu kommen bis Ende September des laufenden Jahres 187 Meldungen zu sexuellen Übergriffen und sexualisierter Gewalt. Demgegenüber stehen 128 Meldungen im gesamten vergangenen Jahr 2016.

In den vergangenen Monaten wurden immer wieder Skandale über Geschehnisse in der Bundeswehr laut. Dabei kommen zu den genannten Übergriffen noch Gewalt- und Demütigungsvorwürfe, sowie die Organisierung von faschistischen Netzwerken in der Bundeswehr hinzu.

Hingegen geht das Bundesverteidigungsministerium offiziell nicht davon aus, dass die Anzahl der Übergriffe und die sexualisierte Gewalt in der Bundeswehr zugenommen hätten. Es sollen sich nun lediglich mehr Betroffene trauen, die Übergriffe zu melden. Belege oder Hinweise für diese Annahme gibt das Bundesverteidigungsministerium jedoch nicht.