In Deutschland ruft die Gewerkschaft IG–Metall zu Protesten auf

Insgesamt 15.000 ArbeiterInnen folgten dem Aufruf der Metall- und Elektroindustrie Gewerkschaft IG–Metall. Sie fordert sechs Prozent mehr Gehalt und für alle 3,9 Millionen ArbeiterInnen der Branche eine Möglichkeit auf befristete Arbeitszeit auf 28 Stunden in der Woche. Es soll dazu einen Teil-Lohnausgleich geben bei frisch gebackenen Eltern oder pflegenden Angehörigen (Link).

Warnstreik in ganz Deutschland

In Berlin, Sachsen und Brandenburg legten in 16 Betrieben 2000 ArbeiterInnen die Arbeit nieder. Auch in Niedersachsen, Sachsen–Anhalt und Nordrhein-Westfalen streikten ebenfalls rund 2000 Menschen. Große Beteiligung gab es auch in Bayern und in Baden–Württemberg. Dort streikten alleine im Porsche Werk in Stuttgart 3000 ArbeiterInnen. Die Proteste fingen schon Montag Nachts an und gingen den Tag über weiter. Die Arbeit wurde in mehreren Betrieben für einige Stunden nicht aufgenommen (Link).

Der Druck der IG-MetallerInnen

„Wir werden die Aktionen flächendeckend ausweiten, um den Druck zu erhöhen“, kündigt der niedersächsische IG-Metall Chef Thorsten Gröger an. Seit Mitte November 2017 laufen die Tarifverhandlungen. Am 31.12.2017 ist die Friedenspflicht abgelaufen, sodass jetzt Warnstreiks durchgeführt werden können.

„Die Arbeitgeber haben die Warnstreiks mit ihrem bisherigen Verhalten am Verhandlungstisch provoziert. Das Angebot von zwei Prozent mehr Geld und eine Einmalzahlung von 200 Euro trägt in keiner Weise der sehr guten wirtschaftlichen Situation der Branche Rechnung“, teilte Bezirksleiter Knut Giesler vor den Aktionen mit . Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück sagte am Montag, „Wenn sich am Donnerstag am Verhandlungstisch nichts tut, dann werden die Arbeitgeber schnell spüren, wie sauer ihre Belegschaften sind.“ (Link)