Berliner Elternbündnis hatte Protest für mehr Kita-Plätze organisiert

Seit 2013 haben Eltern für ihre Kinder einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz oder die Betreuung durch eine Tagesmutter. Doch in der Praxis sieht das anders aus: In Berlin fehlen derzeit etwa 2.500 Plätze. Tausende Menschen sind dort am Samstag für das Recht auf eine „gute (frühe) Bildung für alle“ und eine wohnortnahe Betreuung auf die Straße gegangen.

Die über 3.500 Eltern, Kinder, ErzieherInnen, Tagespflegeeltern und solidarischen BerlinerInnen zogen vom Bahnhof Friedrichstraße bis zur Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor. Die Veranstalter hatten auch darauf geachtet, die Demo kindgerecht zu gestalten. So gab es eine Still- und Windelecke, Verpflegung und einen Clown vor Ort.

Initiiert wurde die Demo laut Facebook-Seite aus einem „kleinen Kreis von Müttern (und einem Vater)“, die „von reiner Verzweiflung angetrieben“ ein öffentliches Zeichen setzen wollten. Mit der Demonstration wollten sie sich „für gerechte Bildungschancen für alle Kinder, für Vereinbarkeit von Familie und Beruf, für eine faire Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen für Erzieher*innen und Tageseltern“ einsetzen.