Turgut Kaya droht trotz politischem Asyl weiter die Abschiebung von Griechenland in die Türkei

Im Februar 2018 wurde der türkische Revolutionär Turgut Kaya von der griechischen Polizei verhaftet. Der Grund war ein Interpol-Haftbefehl der Türkei. Seitdem sitzt Kaya in Auslieferungshaft.

Nach seiner Verhaftung bestätigte am 30. Mai der Oberste Gerichtshof, dass der Auslieferung Kayas an die Türkei trotz politischer Verfolgung keine rechtlichen Hindernisse im Weg stehen würden. Aufgrund seines laufenden politischen Asylantrags in Griechenland jedoch wurde er vorerst nicht an die Türkei ausgeliefert.

Am 20. Juli wurde seinem Antrag auf politisches Asyl schließlich stattgegeben. Freigelassen wurde Kaya bisher aber trotzdem nicht. Der Freilassung würde das Urteil des Obersten Gerichtshofes entgegen stehen, so die Behörden.

Seit dem 31. Mai befindet sich Turgut Kaya im Hungerstreik gegen die drohende Auslieferung. Seit dem Beginn des Hungerstreiks sind bereits 54 Tage vergangen, in denen er keinerlei feste Nahrung zu sich genommen hat.

Seit Kayas Festnahme kommt es fast täglich zu Solidaritätsaktionen in Athen und vielen europäischen Ländern.

In einer Erklärung ruft Organisation „Partizan“ deshalb zu weiteren Solidaritätsaktionen auf: „Als GenossInnen, Freunde und äußere Stimme von Turgut Kaya rufen wir die internationale Öffentlichkeit auf, diese wertvolle Solidarität fortzusetzen und zu vergrößern, bis Turgut Kaya seine Freiheit erlangt. Denken wir an die Wichtigkeit jeder Stunde und jeden Tages für Turgut Kayas Leben und erhöhen draußen die Stimme eines Revolutionärs.“