Bei Haustieren ist das „Chippen“ gängige Praxis, denn so können entlaufene Tiere geortet und identifiziert werden. Menschen, die mit Chips unter der Haut beispielsweise Türen entriegeln oder Bezahlvorgänge abschließen, stellen die Ausnahme dar. Das könnte sich ändern, wenn die Gespräche zwischen dem schwedischen Unternehmen „Biohax“ und einigen britischen Unternehmen fortlaufen. Einige Firmen aus dem Bereich der Finanzdienstleistungen verhandeln und beraten gerade über Chipping-Systeme für Angestellte dieser Unternehmen.

Mehr IT-Sicherheit

Vor allem scheinen sich die Unternehmen für mehr IT-Sicherheit zu interessieren, die diese Chips ermöglichen können. Zugriffskontrollen für Dokumente könnten damit sehr einfach werden. Des weiteren sind schon in anderen Ländern Chips im Einsatz, mit denen Arbeiter beispielsweise in der Firmenkantine zahlen können.

Der gewerkschaftliche Dachverband der UK äußert sich kritisch: „Wir wissen, dass Arbeiter bereits jetzt besorgt sind, dass Arbeitgeber Technologien benutzen, um zu kontrollieren und managen, während sie das Recht auf Privatsphäre ihrer Angestellten unter den Tisch fallen lassen. Microchipping würde Arbeitgebern noch mehr Macht und Kontrolle über ihre Arbeiter geben.“

Der Biohax-Gründer Österlund beschreibt das Interesse und die Nachfrage in Großbritannien als so groß, dass er einen neuen Standort in London plant.