Faschisten greifen JournalistInnen während Rechtsrock-Konzert in Sachsen unter den Augen der Polizei an und dürfen munter weiter feiern.

Bei einem erneuten Rechtsrock-Konzert im sächsischen Ostritz ist es am Samstag zu zahlreichen Straftaten und Angriffen auf JournalistInnen und Polizisten gekommen. Konsequenzen gab es dafür keine.

Rund 500 Neonazis aus ganz Deutschland sollen zu dem vom stellvertretenden NPD-Vorsitzenden Thorsten Heise organisierten Konzert an der sächsisch-polnischen Grenze auf einem Privatgrundstück gekommen sein.

Während einer kurzen Pressebegehung des Veranstaltungsorts unter Polizeischutz kam es dann am Samstagabend zu einer Reihe von Übergriffen auf die MedienvertreterInnen. Gezielte Tritte und Schläge gegen die JournalistInnen, Übergießen von Kameraausrüstung mit Bier und der Bewurf mit vollen Bierbechern waren die Folge. Auch die eigentlich zum Schutz der JournalistInnen eingesetzten Polizeieinheiten wurden angegriffen und mit einem Feuerlöscher besprüht. Eingreifen wollten sie aber auch dann nicht, sondern drängten die JournalistInnen dazu, dass Gelände zu verlassen.

Im Nachhinein leitete die Polizei nach eigenen Angaben Verfahren ein wegen Sachbeschädigung, Volksverhetzung, Beleidigung und Verstößen gegen das Waffen- und Versammlungsgesetz wie auch Ermittlungen wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole.

Thorsten Heise versammelt militante Faschisten

Die Rechercheplattform EXIF Recherche schreibt über Thorsten Heise: „Kristallisationsfigur und Spiritus Rector von «Combat 18» in Deutschland ist Thorsten Heise aus Thüringen. Es ist offensichtlich, dass seine Strukturen seit Jahren von Polizei und Geheimdiensten vor Verfolgung geschützt werden. Die einzig schlüssigen Erklärungen hierfür sind, dass um Heise ein engmaschiges Netz von V-Leuten ausgelegt ist und die Behörden glauben, darüber seine Aktivitäten zu überwachen und steuern zu können – oder dass Heise selbst ein Spitzel in staatlichen Diensten ist.“

Heise fiel zudem bei Ermittlungen des BKA als Unterstützer des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) auf und soll in der Vergangenheit militärische Trainings in Südafrika organisiert haben.

[paypal_donation_button align=“left“]