Juncker sagt „Fake News“ zur Europawahl den Kampf an.

Der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker machte in den vergangenen Tagen mit großen Worten von sich reden. Ihn treibt die Angst um, dass die Ergebnisse der Europawahl durch gezielte Falschinformationen beeinflusst werden könnten.

Man müsse entschieden gegen die gezielte Verbreitung solcher „Fake News“ vorgehen. „Ich werde das jetzt in den nächsten Wochen vor der Wahl auch selber machen: Ab Mittwoch nach Ostern wird zurückgeschossen.”, so Juncker.

Dabei sieht er nicht nur Gefahren, die von außerhalb der Europäischen Union, etwa von Russland kommen könnten. Auch innerhalb der EU will sich Juncker gegen seine Gegner verteidigen.

„Die ungarische Regierung behauptet auch, ich sei Schuld an der Spaltung von Ost und West in Europa – dabei hat die Kommission alles getan, um diesen Graben zuzuschütten.”, so Juncker weiter.

Konkurrierende Interessen

Die gesamte Europäische Union und ihre Institutionen sind ein Zusammenschluss von mit einander konkurrierenden Ländern.

Auch der immer wieder scheinbar unparteiisch auftretende Jean-Claude Juncker ist dabei lediglich der Vertreter der im Konflikt stehenden herrschenden Länder.

Ihm dürfte es deshalb wohl nicht in erster Linie um den Kampf gegen Lügen im Wahlkampf, sondern darum gehen, seine Sicht auf die EU zu verbreiten.