Der Hessener Kultusminister Alexander Lorz (CDU) fordert die streikenden SchülerInnen von Fridays for Future erneut auf, ihren Protest aufzugeben. Sie hätten ihr Ziel doch schon erreicht – der Klimawandel sei in Medien und Politik angekommen.

Nicht zum ersten Mal droht Kultusminister Lorz mit „Konsequenzen“ für die widerständischen SchülerInnen von Fridays for Future. Eine Demonstration, die keine Lehrveranstaltung ist, solle wie Schwänzen geahndet werden. Erneut ist die Rede von Bußgeldern und Behörden, die härter durchgreifen sollen.

Nun nimmt der Kultusminister zur Begründung, dass die streikende Schülerschaft ihr Ziel schließlich erreicht habe: Der Klimawandel sei in Medien und Politik angekommen.

Es scheint, als würden die protestierenden SchülerInnen das anders sehen. Beispielsweise in Köln organisierten zahlreiche junge Menschen eine ganze Woche voller Freitage. Sie nutzten die letzte Woche vor den Sommerferien, in der üblicherweise ohnehin nicht viel Unterricht stattfindet, zum Protest. Die ganze Woche über fanden Vorträge, Diskussionen, Workshops und natürlich eine Demonstration statt. Das Motto: „Wenn der Freitag nicht reicht, nehmen wir uns die ganze Woche.“

Auch die Art und Weise, auf die Schulen mit den Streiks und den entstehenden Fehlstunden umgehen, ist höchst unterschiedlich. Während mancherorts die Streikenden Schwierigkeiten haben, ihr Fehlen zu rechtfertigen, streichen andere die Fehlstunden und loben außerunterrichtliches Engagement.