Nach der geplanten Rodung des Osterholz-Walds wurde dieser nun von AktivistInnen besetzt, um die Abholzung zugunsten der Erweiterung eines privaten Steinbruchs zu verhindern.

Seit Donnerstagmorgen ist der Wald zwischen Wuppertal und Haan von mehreren Menschen besetzt worden. Sie errichteten provisorische Baumhäuser und gaben bekannt, dass sie den Wald erst dann verlassen würden, wenn von einer Rodung abgesehen werde.

In einer Erklärung der BesetzerInnen heißt es: „Heute am 15.08.2019 haben wir den Osterholz-Wald besetzt. Die Firma Oetelshofen möchte noch dieses Jahr anfangen, 5 Hektar Wald zu vernichten. Neben ca. 140 Jahre alten Buchen leben viele Tierarten im Osterholz. Darunter unter anderem der unter strengem Schutz stehende Feuersalamander und weitere unter Schutz stehende Arten. Der Wald soll nicht etwa für den Abbau ihres schmutzigen Kalks weichen, sondern für ihre Mülldeponie.“

Initiative für den Erhalt des Osterholz-Waldes

 

Die AktivistInnen haben sich laut Radio Wuppertal mit Verpflegung für mehrere Wochen versorgt, um im Wald auszuharren. Sie rechnen jedoch auch mit einem möglichen Polizeieinsatz, durch den die Besetzung gewaltsam beendet werden könnte – wie zuletzt im Hambacher Forst immer wieder geschehen.

Auch die Ortsgruppen Wuppertal und Haan von „Fridays for Future“ wollen die Proteste in Osterholz unterstützen und solidarisieren sich mit ihnen. Sie organisierten deshalb eine Fahrrad-Demo zum Wals und beteiligten sich mit der Initiative „Osterholz bleibt“ an einem Waldspaziergang und an einem Treffen mit den BesetzerInnen.