Die CDU plant einen Beschluss auf ihrem Parteitag zu verabschieden, der vorsieht, alle Schulen mit der Flagge Deutschlands, des jeweiligen Bundeslandes sowie der von der Europäischen Union auszustatten. Diese drei Fahnen soll laut Wunsch der CDU künftig vor allen Schulen der Republik wehen. – Ein Kommentar von Max Rose

Wirtschaftlich geht es bergab, dutzende Massenentlassungen und Werksschließungen stehen an und für die deutsche Bevölkerung gibt es im Augenblick kaum Gründe sich zu freuen: Mittelmäßige medizinische Versorgung, schlechter ÖPNV, geringe Löhne, hohe Mieten, Altersarmut, perspektivlose Jugend, Zerstörung der Natur, …

Doch jetzt kommt die CDU und will das alles verbessern. Doch anstatt die Probleme in Deutschland anzugehen und dadurch wirklich etwas zu verändern, auf das die Menschen in Deutschland stolz sein könnten, versucht sie künstlich den Nationalismus zu verstärken und springt auf den Zug der Rechtspopulisten auf.

Wozu überhaupt Nationalismus?

Die BürgerInnen eines Landes treu an den Staat zu binden, ist für die Herrschenden besonders in Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs und des Kriegs notwendig. Lange gab es in Deutschland dafür keine große Notwendigkeit, doch mit der internationalen Zuspitzung von Konflikten, dem Einstürzen und Schwankungen an den Börsen und der kommenden Wirtschaftskrise braucht die BRD gerade junge Menschen, die still halten und nicht auf die Straße gehen, sondern sich aus nationalem Pflichtgefühl zur Bundeswehr melden oder sich in sonst einer Weise für den Staat in die Bresche werfen. Kurz: Der Nationalismus soll rebellisches und revolutionäres Bestreben im Keim ersticken und die Menschen an den Staat binden.

Der Antrag der CDU ist daher nicht nur eine Anbiederung an die Rechtspopulisten in Deutschland, sondern auch eine Vorbereitung auf die Wirtschaftskrise und kommende Kriege.

Unsere Aufgabe muss es deshalb sein, gegen diesen verstärkten Nationalismus vorzugehen und auf die internationale Solidarität zu setzen. Also keine Fahne des deutschen Imperialismus vor der Schule, sondern auf dem Schulhof ein solidarisches Lachen, Lernen und Spielen unter den Kindern und Jugendlichen.


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