5.000 Menschen protestierten gegen die Münchener Sicherheitskonferenz, auf der PolitikerInnen, Militärs und Großkonzerne aufeinander treffen. Von heftiger Polizeigewalt am Freitagabend ließen sich die DemonstrantInnen nicht einschüchtern.

„Statt um Sicherheit für den Menschen, sei es vor unmittelbarer physischer Gewalt oder sozialer Verelendung, geht es bei der Siko um die Legitimierung und weltweite Durchsetzung kapitalistischer Herrschaft“, heißt es in einem Aufruf zur Demo am Freitag. Aus diesem Grund organisierten viele Kräfte in München umfangreichen Protest:

„Für ein Ende der Gewalt!“

Und „Keine Sicherheit diesen Verhältnissen!“ lautete das Motto der ersten Demo am Freitagabend. 1.600 Menschen nahmen teil und erlebten teils heftige Gewalt von seiten der Polizei, die gegen OrdnerInnen, JournalistInnen und TeilnehmerInnen mit Schlagstöcken vorging. Trotzdem trugen sie ihre Parolen auf die Straße.

Spontandemonstration durch die Innenstadt

Vor der Großdemonstration nahmen sich einige Demonstrierende unangemeldet die Straße: „Kämpferisch und selbstbestimmt“ demonstrierten sie in der Münchener Fußgängerzone und leiteten damit die Großdemo ein. Die ersten Reihen des Blocks stellten kurdische Frauen. Gemeinsam trugen die Protestierenden den Internationalismus auf die Straßen und zeigten die in Bayern kriminalisierten Fahnen der YPG und YPJ.

Diese Demo endete mit einer Choreographie aus Rauch in den Farben Kurdistans.“Die Münchner Bullenführung kann das nicht mehr verhindern. Trotz Überwachung und Repression haben wir heute entschlossen unseren Widerstand auf die Straße getragen!“, wertet die Antikapitalistische Linke München den Protest aus.

5.000 Menschen für ein Ende der Gewalt!

In diesem Jahr kamen rund 5.000 Menschen zu den Protesten am Wochenende zusammen. Damit war die Demonstration größer als in den vergangenen Jahren. 500 PolizistInnen waren am Samstag im Einsatz.

Die Polizei München berichtet von einer Person, die sich am Rand der Demonstration mit Benzin übergossen habe, um sich selbst in Brand zu stecken.


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