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Sonntag, Mai 19, 2024
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    Öl-Staaten lassen Arbeiter:innenklasse weiter verarmen

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    An der nächsten Tankstelle merkt man deutlich, wie die Energiepreise nach oben schnellen. Hierfür bedarf es keiner Fachkenntnis oder eines Führerscheins. Die nächste Nebenkosten- und Stromabrechnung wird uns dies noch deutlicher vor Augen führen. – Ein Kommentar

    Schon jetzt haben Hausbesitzer:innen mit den steigenden Preisen zu kämpfen, wenn sie sich Öl oder Heizbriketts liefern lassen müssen, um gut auf den kommenden Winter vorbereitet zu sein.

    Bei den derzeitigen Preisen möchten einige meinen, dass es doch gar nicht im Interesse aller liegen könnte, wenn die Preise so weit nach oben schießen. Schließlich könnte bei geringeren Preisen viel mehr verbraucht werden, sodass das doch auch die Kassen fülle. Doch weit gefehlt. Die jetzigen Preise sind nicht nur der Moment, bei denen Monopole riesige Gewinne schöpfen und dazu noch Subventionen erhalten, sondern es geht hier auch um staatsmonopolistische Politik.

    OPEC-Plus-Allianz: Staatsmonopolistische Trust

    Nach dem die Ölpreise vor kurzem gefallen sind, hat die OPEC-Plus-Allianz beschlossen, die Fördermengen von Öl zu minimieren. Die logische Konsequenz an geringem Waren- oder Rohstoffangebot ist, dass die Preise automatisch nach oben gehen. „Da Europa seine Importe aus Russland reduziert und die Verkäufe aus der amerikanischen Ölreserve auslaufen, gehen wir davon aus, dass sich der Ölmarkt in den kommenden Monaten anspannen wird“, sagte der Ölanalyst der Schweizer Bank UBS, Giovanni Staunovo.

    Zu den OPEC-Staaten, mit dem Zentralgebäude in Wien, gehören Saudi-Arabien, Irak, Iran, Vereinigte Arabische Emirate, Kuweit, Nigeria, Venezuela, Angola, Algerien, Libyen, Kongo, Gabun und Äquatorialguinea (Auflistung nach Öl-Förderung). Spricht man allerdings von den OPEC-Plus-Staaten, dann zählen hierzu auch Russland, Kasachstan, Mexiko und Oman. Die „Plus“-Staaten durften dem staatsmonopolistischen Trust beitreten, da der Weltmarktanteil der OPEC-Staaten gesunken war.

    Nein zu ihren Kriegen und Krisen!

    Hier zeigt sich wieder einmal deutlich, dass Staat und Monopole Hand in Hand arbeiten. Hier sogar der Staat die Rolle eines Monopolisten einnimmt und hemmungslos die Arbeiter:innenklasse ausbeutet, um in Krisenzeiten maximalen Gewinn zu erzielen. Für die Staaten ist es wichtig, nach einer Krise so schnell wie möglich wieder auf die Beine zu kommen, um Weltmarktkonkurrenten zu eliminieren oder klein zu halten.

    Ein Ausweg aus den Krisen gibt es nur, wenn die Ausgebeuteten, also die Arbeiter:innenklasse, sich dieser Angriffe bewusst ist, sich vereint, organisiert und zurückschlägt.

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