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Samstag, Februar 24, 2024
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    2023: Ein Jahr voller Kriege – doch wir haben eine Perspektive

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    Ein weiteres Jahr, das von Krisen geprägt war, liegt hinter uns. Bei Perspektive haben wir täglich über die Lage der Arbeiter:innen in Deutschland und weltweit berichtet und dabei unsere Arbeit qualitativ und quantitativ ausgeweitet. 2024 wollen wir genau so weitermachen – und neue Bereiche in Angriff nehmen.

    Das Jahr 2023 war ein Jahr voll von Krisen, Kriegen und Widerstand. Nach dem Abklingen der Corona-Pandemie schlitterte die deutsche Wirtschaft in die nächste Rezession, die mit zahlreichen Angriffen auf die Arbeiter:innenklasse einherging. Eine Reallohnsenkung nach der nächsten wurde von den DGB-Gewerkschaften ausgehandelt, und die Kürzungen im sozialen Bereich sind bereits jetzt zu spüren.

    Doch nicht nur in Deutschland spitzte sich die Lebenssituation der Arbeiter:innen zu. Auf der ganzen Welt schossen die Lebenshaltungskosten in die Höhe, während die großen Unternehmen Milliardenprofite machten. Der kapitalistische Konkurrenzkampf zwischen Nationalstaaten wurde auch auf eine neue Stufe getrieben. Neben der Ukraine, in der die Situation bereits 2022 eskalierte, kamen neue Kriege unter anderem in der Sahelzone und Palästina hinzu. In einigen Ländern wie dem Sudan verschärften sich die Machtkämpfe im Innern und neue Bürgerkriege brachen aus.

    Nachrichten, Kommentare und Interviews über Krieg, Krise und den Widerstand dagegen

    Über all diese Ereignisse haben wir auch dieses Jahr bei Perspektive berichtet und damit über eine halbe Million Aufrufe auf unserer Webseite erreicht. Dort veröffentlichen wir täglich objektive Nachrichten, revolutionäre Kommentare und Interviews. In unseren Nachrichten beleuchten wir die aktuellen Entwicklungen in Deutschland und der ganzen Welt und zeigen Hintergründe auf, die bei den großen Medienkonzernen gar nicht oder nur als Randnotiz auftauchen.

    Unsere Kommentator:innen sprechen Missstände in der Gesellschaft an und kritisieren diese aus Sicht der Arbeiter:innenklasse. In unseren Stellungnahmen zeigen wir aber auch oft eine Perspektive auf – und zwar, wie wir uns als Arbeiter:innen gemeinsam erfolgreich wehren können.

    Im vergangenen Jahr sind unter den meistgelesenen Artikeln sowohl Nachrichten, als auch Kommentare zu finden. Unter den Nachrichten finden sich an der Spitze ein Artikel zu Spahns Forderung nach einem sofortigen Ende der Rente mit 63 und zu Drohungen der Ukraine mit Angriffen auf russische Großstädte. Auch eine Nachricht zu einem Femizid in Berlin-Lichtenberg sorgte für große Aufmerksamkeit. Daneben wurde ein Artikel zum Ausbau der Autobahnen für die Landesverteidigung und eine Eilmeldung zum Ausbruch eines neuen großen Kriegs zwischen Palästina und Israel viel gelesen.

    Der meistgeklickte Kommentar zeigte auf, dass sich beim Jobcenter mit dem Bürgergeld nichts verändert hat. Gleich zwei Kommentare über die fehlende Kampfbereitschaft der DGB-Gewerkschaftsspitzen wurden häufig gelesen: einmal zu den Streiks beim TVöD und einmal zum Arbeitskampf im TV-L. Auch das Jobcenter schaffte es gleich zwei Mal in die Top 5: beim zweiten Mal z.B. mit einer Drohung von Sanktionen gegenüber Sehbehinderten. Daneben bestand großes Interesse an der Berichterstattung zu den Repression gegen palästina-solidarische Demonstrationen und dem Verbot der Parole „From the River to the Sea: Palestine will be free!“.

    Ausweitung der Social Media Arbeit

    Aber nicht nur auf unserer Webseite waren wir aktiv, sondern auch in den Sozialen Netzwerken, wo wir unsere Reichweite vergrößern konnten. Auf Telegram folgen mittlerweile fast 1.200 Menschen unserem Infokanal. Auch auf Instagram konnten wir im letzten Jahr fast 2.000 Follower dazugewinnen. Eine besonders große Reichweite erreichte dabei der Post „Hafenarbeiter:innen kündigen Streik gegen Waffenlieferungen an Israel an“ mit 13.000 erreichten Accounts und über 4.000 „Gefällt mir“-Angaben.

    Daneben haben wir aber auch unsere Formate ausgebaut: Neben täglichen Sharepics auf Instagram wurde am Ende des Sommers mit den Infografiken ein neues wöchentliches Format etabliert. Dabei bereiten wir verschiedene Sachverhalte grafisch auf und versuchen, Inhalte zugänglich zu gestalten und die Widersprüche des kapitalistischen Systems deutlich aufzuzeigen.

    Ausblick: Neue Printausgabe ab Januar und neue Videoformate

    Mit einer Erweiterung unserer Redaktion und einem Team aus etwa 40 aktiven Korrespondent:innen konnten wir 2023 ganze 1.150 Artikel veröffentlichen – Tendenz steigend. Sechs Redakteur:innen sorgen nun dafür, dass (fast) täglich vier Artikel auf unserer Webseite erscheinen und alle Interessierten in die Arbeit eingebunden werden können. Aber 2024 haben wir noch mehr vor!

    Dieses Jahr haben wir 60.000 gedruckte Ausgaben auf der Straße, in unseren Vierteln, Schulen und Betrieben verteilt. Ab Januar werden wir nun unsere monatliche Printausgabe von vier auf acht Seiten erweitern. Statt drei werden dort zukünftig sechs Artikel zu lesen sein.

    Und auch unsere Videoproduktion soll – nach unseren ersten Versuchen während der Corona-Pandemie mit den wöchentlichen „Lockdown-News“ – ins Rollen gebracht werden. Seid gespannt was euch hier erwartet!

    Unterstütze unabhängigen Journalismus!

    Unser Journalismus ist für die Millionen, nicht die Millionär:innen. Daher haben wir auch keine Konzerne im Rücken, die unsere Arbeit finanzieren. Wir schreiben täglich Artikel, um ein Gegengewicht zur kapitalistischen Presse darzustellen und die Stimme der Arbeiter:innen lauter werden zu lassen.

    Ohne die zahlreichen Korrespondent:innen, die ehrenamtlich für Perspektive schreiben, wäre das Ganze nicht möglich. Trotzdem haben wir laufende Kosten zu stemmen: sei es für den Druck unserer kostenlosen Printausgabe, die Instandhaltung und Pflege der Webseite oder für Material und Software in der Bild- und Videoproduktion.

    In diesen Zeiten von Krise und Inflation, in denen wir die Reallohnsenkungen immer stärker zu spüren bekommen, steigen auch unsere Kosten. Um trotzdem wie gewohnt weitermachen und auch neue Projekte finanzieren zu können, sind wir auch auf deine Unterstützung angewiesen.

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    • Und natürlich kannst du dir die Printausgabe auch nach Hause liefern lassen und in deiner Nachbarschaft oder auf der Arbeit verteilen. Schließe dafür einfach ein Abo ab!

    Auf ein kämpferisches 2024

    Mit den zunehmenden Angriffen auf uns Arbeiter:innen, Jugendliche, Frauen, Migrant:innen und queere Menschen muss auch unser Widerstand und der Kampf für eine befreite sozialistische Gesellschaft stärker werden. Bei Perspektive versuchen wir, mit unseren Analysen und Berichten einen Beitrag zum Aufbau einer klassenkämpferischen Arbeiter:innenbewegung zu leisten – und werden 2024 mit revolutionärem Schwung unsere Arbeit fortsetzen.

    Lassen wir uns von drohenden Kriegen und Krisen nicht unterkriegen, sondern leisten auch im kommenden Jahr weiter gemeinsam Widerstand!

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