Konzern und Arbeitnehmervertreter vereinbaren Entlassungen und Beschäftigungssicherung bis 2026

Nach monatelangen Verhandlungen haben sich die Vertreter des deutschen Industriekonzerns ThyssenKrupp und Arbeitnehmervertreter geeinigt und damit den Weg freigemacht für die geplante Vereinigung von ThyssenKrupps Stahlsparte mit dem indischen Konkurrenten Tata Steel.

ThyssenKrupp und Tata Steelwollen durch die Zusammenlegung ihrer Stahlsparten 400 bis 600 Millionen Euro jährlich einsparen und so ihre Profite massiv erhöhen. Bis Ende 2018 soll dann durch die Zusammenlegung ein neues Gemeinschaftsunternehmen entstehen, wenn die Kartellbehörde denn diesen im kommenden Jahr genehmigt.

IG Metall und die Vorstandsebene von ThyssenKrupp haben sich nun auf eine Standort- und Beschäftigungssicherung bis zum 30. September 2026 geeinigt. Diese umfasst jedoch nicht die Stellenstreichungen von bis zu 2000 Arbeitsplätzen, welche der Konzern bereits angekündigt hatte. Für diese Arbeitsplätze gilt die getroffene Entscheidung demnach nicht.

„Mit dem heute erzielten Ergebnis haben wir eine wesentliche Voraussetzung dafür geschaffen, unsere strategische Zielsetzung zu erreichen und gleichzeitigen Interessen unserer Beschäftigten gerecht zu werden“, so ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger bei der gestrigen Pressekonferenz in Essen.

Die IG Metall lässt im Januar über die von ihnen verhandelten Bedingungen abstimmen. Die Tarifkommission der Gewerkschaft hat den ArbeiterInnen dabei bereits empfohlen, dem Verhandlungsergebnis zuzustimmen.

[paypal_donation_button align=“left“]