Die Kurden in Nordsyrien (Rojava) haben die syrische Armee im Kampf gegen den bevorstehenden Angriff der Türkei zur Hilfe gerufen.

In der schriftlichen Erklärung rief die Generalkommandantur der Volksverteidigungseinheiten (YPG) die syrische Regierung zur Verteidigung Syriens gegen die bevorstehende militärische Offensive der Türkei auf Nordsyrien auf: „Der türkische Besatzungsstaat hat seit langem die Absicht, das was er in Bab, Azaz, Cerablus und Efrîn tat, im Norden Syriens zu wiederholen, die Region zu besetzen und die Bevölkerung zu vertreiben. Unsere aus Minbic abgezogenen Kräfte fokussieren sich auf den Kampf gegen den IS östlich des Euphrat. In diesem Kontext laden wir die Kräfte der syrischen Regierung ein, ihrer Verpflichtung, das Land zu verteidigen nachzukommen und die Gebiete, aus denen sich unsere Kräfte zurückgezogen haben, insbesondere Minbic, gegen eine türkische Invasion zu verteidigen.“ (Link)

Türkei und Islamisten bereiten Angriff auf Rojava vor

Die syrische Armee gab daraufhin bekannt, eigene Einheiten vor die Stadt Minbic zu verlegen und diese gegen den kommenden Angriff der Türkei und mit ihr verbundenen islamistischen Milizen der „Freien Syrischen Armee“ zu verteidigen. Zur Zeit sollen sich damit neben kurdischen Einheiten und denen der syrischen Armee, auch weiterhin US-amerikanische und französische Truppen in der Region um Minbic aufhalten (Link).

Die Vorbereitungen für einen erneuten Angriff und die Besetzung weiterer Teile Syriens durch die Türkei konkretisieren sich immer mehr, seitdem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan diese vor zwei Wochen angekündigt und der US-Präsident Donald Trump den Abzug aller in der Region stationierten US-amerikanischen Truppen verkündet hat.

Die Welt schweigt zu den Angriffen auf die KurdInnen