Wirtschaftsminister Altmaier unternahm eine einwöchige Reise in die USA, um Gespräche wegen des Handelsstreits zu führen. Er erklärte, dass die EU bereit sei, die Zölle für einige Industrieprodukte – allen voran Autos – auf Null zu senken.

Von „weitreichenden Zugeständnissen“ seitens der EU war die Rede: „Wir haben uns bereit erklärt, die Zölle bei den wichtigen Industrieprodukten auf Null zu senken. Damit wäre auch der Vorwurf ausgeräumt, dass amerikanische Autozölle niedriger als europäische seien.“.

Soweit Wirtschaftsminister Peter Altmaier gegenüber der Welt am Sonntag. Auch Teil des Vorschlags war, dass amerikanische Importgüter in die EU nicht mehr nach europäischem Recht zertifiziert sein müssten. Diese niedrigeren Anforderungen sollen den Export in die EU vereinfachen. Diesem Statement waren wochenlange Drohungen des US-Präsidenten vorausgegangen, Strafzölle für Autos zum Beispiel aus Deutschland verhängen.

Auch jenseits von Zöllen machte Altmaier Angebote für amerikanisch-deutsche Zusammenarbeit. Bei der Ausbildung von Fachkräften solle z.B. künftig mehr Zusammenarbeit stattfinden: „Wir hätten die Möglichkeit und die Chance, gemeinsam Fachkräfte auszubilden, indem wir jungen Amerikanern die Möglichkeit geben würden, duale Ausbildung auch in Deutschland zu absolvieren, indem wir umgekehrt junge deutsche Berufsschüler motivieren, einen Teil ihrer Ausbildung in den USA zu verbringen“, erklärte Altmaier.