Als erstes europäisches Land hat Italien eine allgemeine Impfpflicht für Arbeiter:innen eingeführt. Auch in anderen Ländern wird über weitere Methoden, um die Impfkampagnen voranzutreiben diskutiert.

Ab dem 15. Oktober müssen alle Beschäftigten in Italien entweder eine Impfung oder einen negativen Corona-Test nachweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist, um zu Arbeit kommen zu dürfen.

Wer dieser Pflicht nicht nachkommt soll suspendiert werden und kein Gehalt mehr erhalten. Allerdings sollen die Beschäftigten nach den Vorstellungen der Regierung nicht entlassen werden. In der Privatwirtschaft schon nach einem Tag und im öffentlichen Dienst nach fünf Tagen.

In Italien sind dabei schon 75 Prozent der Italiener:innen über 12 Jahren geimpft, dennoch macht die Regierung keinen Hehl daraus, dass das neue Dekret vor allem dem Zweck dient, die Impfkampagne weiter voran zu treiben.

Auch in Griechenland sind Beschäftigte, die keine vollständige Impfung nachweisen können seit dem 13. September verpflichtet, sich mehrmals in der Woche kostenpflichtig testen zu lassen.

In den USA ist die Impfpflicht Stück für Stück auf weitere Berufsgruppen ausgeweitet worden.

Auch namhafte Politiker:innen in Deutschland fordern, sich an diesem Beispiel zu orientieren, so hält z.B. Grünen-Kanzlerkandidatin eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen durchaus für sinnvoll.

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Im Vordergrund steht bislang jedoch die Debatte um die Aussetzung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall für ungeimpfte Beschäftigte. Verschiedene Gewerkschaftsvertreter:innen hatten dies als „Impfpflicht durch die Hintertür“ kritisiert.


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