Während im letzten Jahr viele Wirtschaftszweige einbrachen, sind die Umsätze in der Rüstungsindustrie gestiegen. Das geht aus einem Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI hervor.

Am Montag veröffentlichte das  „Stockholm International Peace Research Institute“ SIPRI erneut einen seiner bekannten Berichte. Darin wird festgestellt, dass sich im letzten Jahr die Umsätze der 100 größten Waffenunternehmen unterm Strich um 1,3 Prozent auf 531 Milliarden Dollar gesteigert haben. Das sei zwar der geringste Anstieg seit drei Jahren, jedoch stiegen und steigen die Umsätze der Rüstungsindustrie seit sechs Jahren ununterbrochen.

Das Weltbruttoinlandsprodukt, also der Preis aller produzieren Endprodukte und Dienstleistungen, war im letzten Jahr hingegen um 3,1 Prozent gefallen.

USA weiter Spitzenreiter, auch Deutschland macht plus

Die USA sind weiterhin Spitzenreiter, was den Anteil an den Verkäufen der führenden Waffenproduzenten angeht. Allein 41 US-amerikanische Firmen finden sich auf der Liste. Diese konnten ihren Umsatz um zwei Prozent auf 252 Milliarden Dollar steigen. Sie wickeln mehr als die Hälfte aller Verkäufe ab.

Dahinter folgen China (13 Prozent der Verkäufe) und Großbritannien (7,1 Prozent). Auch die Umsätze der vier deutschen Konzerne auf der Liste stiegen um etwa 1,3 Prozent. Einzig der Umsatz russischer Rüstungsunternehmen ging erneut zurück.


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