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Samstag, Juli 13, 2024
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    Berlin: Polizeigewalt gegen „Letzte Generation“

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    Bei einem Protest vor dem Bundeskanzleramt stößt ein Polizist in Zivil Aktivist:innen der „Letzten Generation“ zu Boden und beschmiert ihre Gesichter mit Farbe. Gegen ihn wird jetzt wegen Körperverletzung ermittelt.

    Die Klimabewegung „Letzte Generation“ setzt ihre Proteste in Berlin fort. Neben Straßenblockaden färbten die Aktivist:innen in den letzten Wochen sowohl das Brandenburger Tor als auch die Weltzeituhr in Orange ein. Am Dienstag, den 31.10., führten sie eine weitere Aktion am Bundeskanzleramt durch und bemalten dort eine Wand. Mit 70 Frauen laut eigenen Angaben und Plakaten mit der Aufschrift „Olaf lügt“ oder „Klima-Lügen-Kanzler“ protestierte die Gruppe gegen die Klimapolitik der Bundesregierung. Dabei kam es zu einem Angriff der Berliner Polizei auf die Aktivist:innen.

    Neben uniformierten Polizist:innen waren nämlich auch mehrere Zivilpolizist:innen vor Ort. Ein Video der Berliner Zeitung zeigt, wie ein Zivilpolizist zwei Aktivistinnen zu Boden bringt. Während er sie dort festhält, beschmiert er ihre Gesichter mit orangener Farbe.

    Zunächst bestritt die Polizei gegenüber der Berliner Zeitung, dass der Mann Zivilpolizist sei. Diese hatte berichtet, dass der Mann einem Reporter seinen Dienstausweis gezeigt und sich mit den uniformierten Polizist:innen unterhalten habe. Erst am Abend wurde bestätigt, dass der Beschuldigte Polizeibeamter sei. Am Mittwoch schließlich erklärte eine Sprecherin der Berliner Polizei, dass das Landeskriminalamt gegen ihn wegen Körperverletzung im Amt ermittele.

    Auch gegen einen weiteren Polizeibeamten laufen derzeit Ermittlungen wegen Körperverletzung. Er habe eine Demonstrantin ohne erkennbaren Grund von hinten zu Boden gestoßen. Die Frau blieb daraufhin mehrere Sekunden am Boden liegen, bevor sie von zwei anderen Polizeibeamten hochgehoben wurde.

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