Bei der diesjährigen Berlinale kam es zu verschiedenen palästina-solidarischen Stellungnahmen von Filmschaffenden, woraufhin Kulturstaatsminister Weimer die Kündigung der Intendantin Tuttle in den Raum stellte. Diese ist nach Protesten von über 700 Filmschaffenden vorerst vom Tisch.
Die Solidaritätsbekundungen mit Palästina brechen sich Bahn, auch im deutschen Kunstbetrieb. Das hat die Berlinale und zuvor die Documenta gezeigt. Der herrschenden Klasse in Deutschland ist das nicht recht, bietet es doch Anlass zur Kritik seiner imperialistischen Politik. Doch es scheint, als ob der Druck über Institutionen und die Medien nicht ausreicht, um die Palästina-Solidarität flächendeckend zu unterbinden und die Überzeugung in den Individuen zu zensieren. Das gibt Grund zur Hoffnung – kommentieren Ahmad Al-Balah und Rüdiger Münz.