Diese könnten auch im Angriffskrieg auf den Jemen zum Einsatz kommen

„Geld stinkt nicht“: Erneut hat die Bundesregierung die Auslieferung von Kriegsgerät an das Königreich Saudi Arabien genehmigt. Der Umfang für das dritte Quartal 2017 beläuft sich auf 148 Millionen Euro – das sind rund drei Mal soviel wie im Vorjahr. Im gesamten Jahr 2016 waren insgesamt Rüstungsexporte in Höhe von fast 530 Millionen Euro nach Saudi-Arabien genehmigt worden. Die neue Lieferung umfasst offenbar Patrouillenboote, LKW und anderes militärisches Werkzeug.

Die Informationen stammen aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine schriftliche Frage von Stefan Liebrich (Die Linke), die der „Süddeutschen Zeitung“ vorliegt.

Momentan führt Saudi-Arabien einen Angriffskrieg gegenüber dem Jemen, um seine Interessen dort im Kampf gegen den Einfluss Irans zu sichern. Hinter dem Stellvertreter-Krieg stehen die rivalisierenden Blöcke um die USA und Russland. Die USA haben im Mai einen Rüstungsdeal mit Saudi-Arabien über knapp 100 Milliarden Dollar abgeschlossen. Deutschland nimmt in der Auseinandersetzung einen Platz an der Seite der USA ein.

Nach UN-Angaben sind bis Mitte 2016 bei den Bombardierungen der saudischen Luftwaffe 3.081 ZivilistInnen getötet worden, darunter bis Ende März 2016 mindestens 934 Kinder. Mittlerweile dürften es deutlich mehr sein.