Verkehrsministerium legt rechtswidriges Gesetz vor und lässt es dann außer Kraft setzen

Ende April trat eine neue Straßenverkehrsordnung in Kraft, durch die RaserInnen schärfer bestraft werden sollten. Die Autolobby hatte schon zuvor massiv dagegen getrommelt – ebenso wie Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Offenbar hat sein Ministerium dabei das Gesetz so fehlerhaft formuliert, dass es nun rechtswidrig ist und ausgesetzt werden muss. Experten gehen nicht von einem Versehen aus. Eine Neuverhandlung ist damit wahrscheinlich.

Göttingen: Lage in Quarantäne-Wohnblock weiterhin miserabel

Seit letztem Donnerstag sind 700 Personen in einem Göttinger Wohnblock in der Groner Landstraße 9 eingesperrt. Der Grund: Dort war es zu einem Corona-Ausbruch und der Infektion von 120 Menschen gekommen. Am Samstag kam es dann wegen der schlechten Hygiene-Zustände und Nahrungsmittelversorgung zu Protesten und Auseinandersetzungen mit der Polizei. Auch Tage später ist die Lage im Haus dennoch weiterhin miserabel.

Massenmenschenhaltung in der Massentierschlachtung

Über die Rolle der Fleischproduktion bei Tönnies für den regionalen Corona-Ausbruch in NRW. Das System Tönnies und seine unmenschlichen Arbeitsbedingungen müssen nicht nur angeprangert, sondern überwunden werden. Ein Kommentar von Paul Gerber.

Hunderte Corona-Fälle in Tönnies-Fleischfabrik

Bereits seit Jahren steht der Fleischkonzern Tönnies in der Kritik. Häufig geht es hierbei um die schlechte Haltung der Tiere, unangenehme Gerüche in der Nähe der Schlachtereien oder den schlechten Arbeitsverhältnissen. Nun haben sich 400 MitarbeiterInnen in Rheda-Wiedenbrück binnen 24 Stunden mit dem Covid-19-Virus infiziert. Der Betrieb wird nun vorerst geschlossen und rund 7.000 Menschen unter Quarantäne gestellt.

Gesundheit im Kapitalismus? – Fehlanzeige!

Warum die Gesundheitsvorsorge nicht erst seit Corona, sondern regelmäßig an die Grenzen des Kapitalismus stößt. Ein Kommentar von Paul Gerber

„Übersterblichkeit“: Im April sind 8 Prozent mehr Menschen gestorben als in den vier Vorjahren

Im April 2020 sind nach vorläufigen Ergebnissen mindestens 82 246 Menschen in Deutschland gestorben. Das 8 % (+5 942 Fälle) mehr als im Durchschnitt der vier Vorjahre. Mehr als 80 000 Sterbefälle in einem April gab es in Deutschland zuletzt im Jahr 1977. In Frankreich lag die Übersterblichkeit bei 27% in Italien sogar bei 49%. 

Gottesdienst: Infektionsausbruch mit mindestens 49 Infizierten

In Bremerhaven und in der Nachbarstadt Cuxhaven sind bereits etwa 150 Menschen der Pfingstgemeinde und ihres Umfelds in Quarantäne. Weitere Kontaktpersonen werden ermittelt.

Bundesregierung will Corona-Maßnahmen verlängern – machen die Länder mit?

In Deutschland gehen die Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den meisten Bundesländern stark zurück, damit hat sich auch eine neue Debatte entzündet, inwieweit die weitgehenden Einschränkungen des täglichen Lebens noch sinnvoll und Verhältnismäßig sind. Hier deutet sich vor allem ein Konflikt zwischen Bund und Ländern an.

Covid-Sterblichkeit für Indigene in Brasilien doppelt so hoch

Unter der indigenen Bevölkerung Brasiliens liegt die Sterblichkeit mit Covid-19 bei mehr als 12 Prozent. Das ist doppelt so hoch wie beim Rest der Bevölkerung. Nicht nur Indigene in traditionellen Dörfern, sondern auch in Städten sind betroffen - sie haben oft keinen Zugang zum nationalen Gesundheitssystem. Gleichzeitig nehmen illegale Rodungen während des Ausnahmezustands zu.

Wegen Corona-Maßnahmen: Blutkonserven werden knapp

Wegen der Corona-Pandemie werden die Blutkonserven knapp. In einigen Orten reichen die Vorräte gerade noch für einen Tag. Trotzdem hat die Situation auch etwas Gutes, denn sie könnte den Fall für das generelle Blutspendeverbot für homosexuelle Männer bringen.